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Darmkrebs

Wissenschaftler auf Ursachenforschung bei Darmkrebs

Allein in Deutschland sind pro Jahr etwa 66.000 Menschen von Darmkrebs betroffen. Nur 1,8% der ca. 22 Millionen Vorsorgeberechtigten nehmen eine  kostenlose Vorsorgedarmspiegelung auch tatsächlich in Anspruch. Eine nicht leicht zu erklärende Zahl, denn von den Betroffenen selbst, wird dieser Krebs meist gar nicht oder erst zu spät bemerkt. Das erfolgreiche Behandeln dieser Krankheit wird aber deutlich verbessert durch eine rechtzeitige Diagnose. Mediziner gehen davon aus, dass die Heilungschancen bei frühzeitiger Krankheitsbestimmung nahezu bei  100% liegen.

Genetische Veränderungen, die zur Darmkrebs führen, können durch äußere Einflüsse, wie z. B. Lebensgewohnheiten verursacht werden, aber auch zufällig durch Fehler bei der Zellteilung oder bereits vererbt sein. Diese Veränderungen im Genmaterial, so genannte Mutationen, können dazu führen, dass die normalerweise sehr genaue Steuerung von Wachstum, Teilung und Überlebenszeit einer Zelle fehlschlägt oder versagt. Die Zelle kann sich dann unkontrolliert vermehren - der Beginn des Krebswachstums. Der Verlauf bei Darmkrebs ist dabei sehr langsam und verläuft meist über Vorstufen die schon behandelt werden können, so dass Krebs gar nicht erst entstehen muss. In Deutschland sind verschiedene Testmöglichkeiten durchführbar.

Die Untersuchung von Stuhl auf verstecktes Blut ist die müheloseste Methode. Allerdings wird nur bei 10% der positiven Testbefunde durch weitere Untersuchungen tatsächlich ein bösartiger Tumor entdeckt. Bei dem großen Rest hat die Blutung andere Ursachen, zum Beispiel Polypen, Hämorrhoiden oder Darmentzündungen, die dann behandelt werden können. Zu bedenken ist jedoch, dass nicht jeder bösartige Tumor blutet, damit kann auch bei einem negativen Testergebnis eine Darmkrebserkrankung nicht ausgeschlossen werden. Eine weitere Möglichkeit auf Darmkrebs zu testen ist die Koloskopie (Dickdarmspiegelung). Diese Analyseart kann ambulant vorgenommen werden, belastet den Körper nicht durch Medikamente oder dergleichen und verursacht praktisch keine Schmerzen. Meistens wird die nötige Darmentleerung davor als das Unangenehmste empfunden. Dafür ist diese Vorgehensweise die treffsicherste und bei positivem Befund kann noch während der Koloskopie behandelt werden. Ein weiteres Analysevorgehen zur Darmkrebsfrüherkennung ist ein Stuhltest, der tumorspezifische Enzyme nachweißt.  Ein Enzym, d. h. ein Eiweißstoff des Stoffwechsels, das lediglich in verändert wachsenden Zellen und Tumorzellen abgesondert wird. Es ist unabhängig von Blut und damit deutlich genauer als der herkömmliche Stuhltest.

Alles in allem genügend unterschiedliche Möglichkeiten, die eine frühzeitige Behandlung eines möglichen Krebses gestatten und damit, wie bereits erwähnt, eine nahezu 100% Heilungschance beinhalten. Bleibt zu erwarten, dass auch immer mehr Menschen diese Möglichkeiten nutzen.

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