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Hanf

Hanf als nachwachsender Rohstoff

Hanf ist seit Jahrtausenden ein wichtiger Rohstoff-, Medizin- und Genussmittellieferant. Die einjährige Pflanze liefert Fasern, Schäben, gesundes Öl und schmerzstillende Blüten. Hanf ist allerdings nicht gleich Hanf. Schon die Gebrüder Grimm wussten, dass der Strich auf dem Acker wächst und das Kraut im Garten. Diese Redewendung beschreibt, was jedem Botaniker einleuchtet.

Für jede Anwendung gibt es besondere Züchtungen. Wer gute Fasern produzieren will, wählt andere Pflanzen aus als derjenige der einen gepflegten Schwarzen Afghanen ernten möchte. Obwohl aus den Nutzhanf-Varianten so gut wie kein Rauschgift gewonnen werden kann, waren auch diese Sorte Jahrzehnte lang verboten.

Warum ist dies so? Die Antwort ist ganz einfach, man kann von der Optik einer Hanfpflanze nicht ansehen, ob diese Drogen liefern kann oder nicht. Deshalb hat man der Einfachheit halber gleich die ganze Pflanze verboten. Die Folgen sind zu bedauern. Das Wissen um die Gewinnung hochwertiger Textilfasern und um den medizinischen Nutzen von THC, dem Cannabis bekanntesten Cannabiswirkstoff ging weitgehend verloren. Erst allmählich gelinkt es, diese Defizite wieder aufzuarbeiten. Aufgrund der hervorragenden Eigenschaften und der Vielseitigkeit des nachwachsenden Rohstoffs Hanf lohnt es aber auf jeden Fall, sich des Themas anzunehmen.

Klaus-Martin Meyer

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