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Nordkorea wieder telefonisch mit Südkorea verbunden
Am 28. Dezember 2006 vermeldete die Weltpresse, dass es erstmals seit dem Jahre 1945 wieder funktionierende Telefonleitungen zwischen Nordkorea und Südkorea gibt. Dabei sind die digitalen Telefonverbindungen zunächst auf die Sonderwirtschaftszone in der nordkoreanischen Sonderwirtschaftszone Kaesong beschränkt. Hier sind mehr als ein Dutzend südkoreanische Firmen angesiedelt, die von den preiswerten Arbeitskräften in Nordkorea profitieren wollen. Kaesong liegt 80 Kilometer nördlich von der Südkoreanischen Hauptstadt Seoul direkt hinter der innerkoreanischen Demarkationsgrenze.
Die Sonderwirtschaftszone in Kaesong ist ein zentrales Pilotprojekt für die weitere friedliche Entwicklung in dem geteilten Land. Südkoreanische Firmen begannen mit der Herstellung von Töpfen und Textilien im letzten Jahr. Seitdem waren Telefonate mit den Niederlassungen in der Heimat nur über Satellit und über die Nachbarländer China und Japan möglich. Die direkten Telefonleitungen werden nun die Kommunikationskosten (Voice, Fax, Internet) um zirka vier Fünftel reduzieren.
Private Telefonate zwischen den Menschen in beiden Teilen Koreas werden bis auf weiteres nicht möglich sein. Die Telefonminute zwischen Kaesong und Südkorea wird ca. 40 US-Cent kosten.
Klaus-Martin Meyer (Initiator von kaesong.de und www.kenaf.de)
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