Der Peterhof ist eines der Wahrzeichen von Sankt Petersburg. Die Großen Kaskaden sind der größte Anziehungspunkt. Vor dem Hintergrund des 275 Meter langen „Große Palast“ und dem „Oberen Garten“ werden Fontänen und Springbrunnen, vergoldeten Figuren und Statuetten zu einem eindrucksvollen Wasserspiel komponiert. Zar Peter der Große hatte die Schloss- und Parkanlagen ganz nach dem Vorbild des französischen Versailles anlegen lassen. Die prachtvollen Anlagen mit verspielten und kunstvoll ausgestatteten Innenräumen, beeindruckenden Springbrunnen und Wasserfonteinen in den romantischen Gartenanlagen ist heute eines der beliebtesten Ausflugsziele der St. Petersburger.
Einmal im Jahr gibt es hier ein großes Volksfest: Der Tag, an dem das Wasser in den Fonteinen angeschaltet wird gilt bei den Petersburgern als Sommeranfang. In alten Kostümen gekleidet lustwandeln Gardeoffiziere und Damen der feinen Gesellschaft in weiten Reifröcken durch die weitläufigen Anlagen – ein pompöses Maskenfest das Menschenmassen auf den direkt an der Ostsee gelegenen Peterhof lockt.
Aber auch so fühlt man sich in den Anlagen auf einer Zeitreise. Im zweiten Weltkrieg wurde der Peterhof durch Nazi-Truppen vollkommen zerstört. Bis 1958 dauerte sein original getreuer Wiederaufbau – eine Meisterleistung russischer Handwerker. In den weiten, Spiegel- Sälen mit Ihren Wand- und Deckengemälden fühlt man sich in die Zeit der Zaren zurückversetzt. Besonders im Palast des Zaren Nicolai I haben die Handwerker meisterliches geleistet: in den liebevoll restaurierten Räumen fühlt man sich, als könne der Zar selbst jederzeit aus einer der Türen hervortreten.
Die Petersburger lieben ihr „Versailles an der Ostsee“ … und jeder Besucher dieses Ortes wird verstehen warum. Öffnungszeiten: täglich 10.30 – 17.00 Uhr; montags geschlossen. Reisetipps und Empfehlungen für Reisen nach Russland finden Sie bei poezdka.de – dem deutsch-russischen Reisemagazin.