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Private Krankenversicherung auch für ältere Menschen?
Die Private Krankenversicherung, von den Versicherungsfachleuten auch gerne PKV genannt, birgt ein hohes Maß an Risiko für ältere Menschen. Sind in jungen Jahren die Beiträge oft noch relativ klein, gemessen an den Leistungen ändert sich dieses Verhältnis mit steigendem Lebensalter.
Um den steigenden Beiträgen aus dem Weg zu gehen zogen sich vor gar nicht allzu langer Zeit Privatpatienten ab einem gewissen Alter unter den gesetzlichen Schutz zurück. Das Einkommen für ein Jahr wurde unter die Beitragsbemessungsgrenze gedrückt, Voll- in Teilzeitbeschäftigung umgewandelt oder Leistungen der Arbeitslosenversicherung bezogen. Viele Selbstständige ließen sich anstellen. Dieses Schlupfloch ist für alle ab 55 Jahren verbaut, wenn sie nicht in den unmittelbar zuvor liegenden fünf Jahren mehr als die Hälfte der Zeit Kassenpatienten waren. Der einzige Ausweg ist heute nur noch in einen anderen Tarif bis hin zum günstigeren Standardtarif zu wechseln.
Hat ein Versicherungsnehmer das 65 Lebensjahr begonnen und ist seit zehn Jahren privat versichert, kann er mit seiner Versicherung verhandeln und in einen günstigeren Tarif wechseln – mit Leistungen, die denen der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar sind. Der Beitrag ist nach oben begrenzt – mehr als den Höchstbeitrag der gesetzlichen Kassen darf die private Krankenversicherung im so genannten Standardtarif nicht verlangen.
Trotzdem ist hier Vorsicht angebracht, denn renommierte Verbraucherschützer kritisieren die Lösung als Mogelpackung. Real betrachtet zahlen Rentner in der gesetzlichen Krankenkasse selten den Höchstbeitrag, weil in aller Regel das Einkommen sinkt. Noch gravierender: In der gesetzlichen Kasse ist der Ehepartner kostenfrei mitversichert, wenn er über kein eigenes Einkommen verfügt. In der privaten Kasse wird der Beitrag bei Ehepartnern doppelt fällig. Planung und besonnenes Handeln sind also gefragt.
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