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Rauchen am Arbeitsplatz
Die Diskussion um Rauchen erhitzt seit einiger Zeit die Gemüter. An rauchfreie Zonen oder Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden hat man sich gewöhnt. Aber steht es mit dem blauen Dunst am Arbeitsplatz, beim Job? Im BBK Bundesverband der Betriebskrankenkassen heißt es: „Der Arbeitgeber hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die nicht rauchenden Beschäftigten in Arbeitsstätten wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt sind.“
Man weiß heute, dass Passivrauchen die gleichen gesundheitlichen Folgen mit sich bringt wie Aktivrauchen. Der Tabakrauch enthält über 4000 chemische Stoffe, von denen die meisten giftig und krebserregend sind. Der Rauch der Zigarette ist damit der größte Schadstoff in Innenräumen und führt zu Atembeschwerden bis Lungenkrebs.
Da der Arbeitnehmer einen Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz hat, darf nicht geraucht werden, wenn sich Raucher und Nichtraucher einen Arbeitsplatz teilen. Eine Lösung sind separate Raucherräume, die gut belüftet sein müssen. Eine Alternative wäre nur ein komplettes Rauchverbot. Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass das Nichtraucherschutzgesetz eingehalten wird.
Der Arbeitgeber sollte im eigenen Interesse für die Einhaltung der Bestimmungen sorgen, denn weniger Rauchen heißt, weniger Krankmeldung. Vielleicht nehmen auch einige Raucher die Diskussion zum Anlass, ihre Raucherkarriere zu beenden. In den meisten Betrieben ist Raucherschutz kein Problem mehr, nur in wenigen Betrieben, in denen meist der Chef auch starker Raucher ist, herrschen noch mittelalterliche Bedingungen.
Sollte es in einem Betrieb weder Nichtraucherschutz noch einen Betriebsrat geben, sollte man sich nicht scheuen, das Thema offen bei seinem Chef anzusprechen. Nichtraucher haben heute kein Querulantenimage mehr und außerdem genießt der Nichtraucher rechtliche Sicherheit. Bringt das Gespräch mit der Geschäftsleitung kein befriedigendes Ergebnis, kann man sich an die Berufsgenossenschaft oder die Gewerbeaufsicht wenden.
Zum Schluss noch ein paar analytische Einsichten über das Rauchen von dem bekannten Autorenduo Thorwald Dethlefsen (Psychologe) und Rüdiger Dahlke (Mediziner): „Rauchen hat seinen stärksten Bezug zu den Atemwegen und der Lunge. Atmung hat vor allem mit Kommunikation, Kontakt und Freiheit zu tun. Rauchen ist der Versuch, diese Bereiche zu stimulieren und zu befriedigen. Die Zigarette wird zum Ersatz für echte Kommunikation und für echte Freiheit. Die Zigarettenwerbung zielt auch gekonnt auf diese Sehnsüchte. Man ersetzt all diese echten Wünsche durch die Zigarette und so vernebelt der Rauch der Zigarette die eigentlichen Ziele."
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