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Testosteron
Das Sexualhormon Testosteron wird sowie von Männern als auch von Frauen gebildet. Die Produktionsstätten von Testosteron sind bei Männern die Hoden und bei Frauen die Eierstöcke und Nebenierrenrinde. In der Wirkungsweise und Konzentration unterscheidet sich das Testosteron jedoch bei Frauen und Männern. Das Wort Testosteron ist ein Kunstwort abgeleitet von Testikel (Hoden) und Steroid.
Testosteron ist bei Männern sowie bei Frauen für die Förderung des Knochenwachstums zuständig, die Senkung des Cholesterinspiegels sowie die Steigerung des Eiweißaufbaus. Spezifisch beim Mann steigert es das sexuelle Verlangen, sowie die Aggressivität und Dominanz und hemmt die Schmerzempfindlichkeit. Diese Verhaltensweisen mögen negativ erscheinen, jedoch haben sie ihren biologischen Sinn.
Die Wirkung von Testosteron, die sich am meisten zu nutze gemacht wird, ist die muskelaufbauende Wirkung. Testosteron ist ein beliebtes Dopingmittel, nicht nur im Bodybuilder- Bereich. Einhergehend mit dem enormen Muskelzuwachs tritt auch eine enorme psychische Stärke auf, grenzend an Euphorie. Als Dopingmittel ist Testosteron natürlich in jeglicher Form illegal und kann ebenfalls schwerwiegende Folgeschäden mit sich ziehen.
Die negativen Wirkungen von Testosteron überlagern die positiven bei weitem. Es kann zu Tumorenbildung in Leber und Nieren kommen, sowie einer Schädigung des Herzmuskels oder Herzrhythmusstörungen. Des Weiteren kann es zu Hautveränderungen wie starker Akne und psychischen Erkrankungen wie zu hoher Selbsteinschätzung kommen. Auch ist zwischenzeitlich erwiesen, dass bei langfristiger Einnahme von Testosteron der Körper die Eigenproduktion einstellt, was natürlich zu schwerwiegenden Folgen führt.
Die Einnahme von Testosteron bei Frauen führt auf Dauer zur so genannten „Vermännlichung“, hierzu zählen eine Zunahme von „männlichen Verhaltensmustern“ wie erhöhter Aggressivität, vermehrtem Haarwuchs, männlichen Gesichtszügen, einer tieferen Stimme sowie Menstruationsunregelmäßigkeiten.
Wird Testosteron im Rahmen einer Kur zu Muskelaufbauzwecken wieder abgesetzt, kommt es zu einer raschen Rückbildung der eingetretenen Effekte, wie dem Muskelabbau und dem Ausbleiben des Gefühls der physischen Überlegenheit, was sehr oft zu schweren Depressionen führt.
Ein Testosteronmangel macht sich bei Männern häufig mit Errektionsstörungen bemerkbar und ist sehr schwer therapierbar, da Testosteron über Spritzen nur innerhalb eines langen Zeitraumes zugeführt werden kann und der Testosteronspiegel so extrem schwankt.
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