Die Thai-Massage entstand aus den altindischen Lehren des Ayurveda und des Yoga. Einflüssen aus der traditionellen chinesischen Medizin und deren Meridiansystem sind jedoch ebenso vorhanden. Als Begründer der Thai-Massage, vor mehr als 2500 Jahren, gilt der nordindische Arzt Jivaka Kumar Bhaccha. Er war Leibarzt am Hofe des Königs Bimbisara und ein Freund Buddhas.
Die Thai-Massage verbreitete sich in Verbindung mit dem Buddhismus und gelangte so nach Thailand. Hier wurde sie zunächst nur von Mönchen in den traditionellen Klöstern praktiziert und von Generation zu Generation ausschließlich mündlich überliefert. Heutzutage ist die Thai-Massage ein integrales Element der traditionellen Medizin und Kultur des Landes. Sie wird mit viel Geschick von Frauen und Männern in allen Teilen der thailändischen Bevölkerung praktiziert.
In Thailand wird die Thai-Massage in erster Linie als Energietherapie und erst in zweiter Linie als Therapie des physischen Körpers betrachtet. Die Ursache dafür ist die Tatsache, dass der Thai-Massage Therapeut nicht primär durch anatomische Strukturen beziehungsweise physiologische Abläufe geleitet wird. Er folgt vielmehr dem komplexen Geflecht der Energielinien des Körpers. Ebenso verhält es sich mit den in der Thai-Massage praktizierten Yoga Stellungen. Auch sie werden zuerst unter dem Aspekt der energetischen Wirkungsweise gesehen. Die Verbesserung der Flexibilität und Stärke des Körpers ist ein aus dieser Energietherapie resultierender Effekt. Weiterführende Informationen bietet das zertifizierte Institut THAILIN Thai-Massage Berlin in einer Reihe von Online-Artikeln.
Über die Autorin: Die Autorin ist Thailänderin und leitet das Institut für traditionelle Thai-Massage THAILIN in Berlin. Sie erhielt ihre Thai-Massage Ausbildung und Zertifizierung an der renommierten Medizin- und Massageschule des Wat Po Tempels in Bangkok. In einer fortlaufenden Reihe von Artikel vermittelt sie Informationen über die Entwicklung, die Philosophie und praktische Aspekte der Thai-Massage.