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Visualisierung griechischer Säulenordnungen - dorisch, ionisch & korinthisch
Für ein Kunstprojekt sollen die griechischen Säulenordnungen (dorisch, ionisch und der korinthische Säulenstil) visualisiert und in 3D dargestellt werden. Die 3D-Modelle der Säulen können später auf einer Internetseite interaktiv betrachtet werden. Zum Einsatz wird eine 3D–Technik kommen, welche auf Java VM basiert. Für die Umsetzung und Realisierung ist die Firma epromod zuständig (Architektur Visualisierung).
Im Folgenden sollen die drei Säulenordnungen kurz vorgestellt werden:
Der dorische Stil (ältestes Beispiel um 625 v. u. Z.) ist wuchtig und streng, nur sparsam sind seine einfachen Formen verziert. Die aus Trommeln zusammengesetzte Säule steht ohne Basis auf dem Unterbau, dem Stylobat, und verjüngt sich nach oben. Durch die flachen, senkrechten Furchen, die Kanneluren, entsteht der Eindruck des Emporwachsens. Durch eine leichte Schwellung, die Entasis, wirkt die Säule fast organisch. Oben vermittelt zum Gebälk ein Kapitell, es besteht aus dem wulstförmigen Echinus und der quadratischen Platte des Abakus. Die Form des Gebälks erklärt sich aus dem ursprünglichen Holzbau. Die Dreischlitzplatten, die Triglyphen, mit einer darunter befindlichen Tropfenleiste sind aus den Köpfen der Längsbalken hervorgegangen. Sie lagern auf dem glatten Architrav, dem alten Querbalken. Durch die Reliefs zwischen den Triglyphen, die Metopen, entsteht ein reicher Fries. Oben schließt ein vorstehendes Gesims ab, das Geison. Alle schmückenden Teile waren bemalt.
Der ionische Stil (seit 570 v. u. Z. nachweisbar), der sich in Kleinasien und auf den Ägäischen Inseln herausbildete, ist geschmeidiger. Die Säulen sind schlanker und nur wenig verjüngt, ihre Kanneluren sind tiefer, zahlreicher und durch Stege getrennt. Sie stehen auf einer Basis, die aus einem Polster mit zwei Wülsten und einer Kehle gebildet wird. Auch das Kapitell gleicht einem federnden Polster, dessen Enden zu schneckenartigen Voluten eingerollt sind. Ein Zierband aus Perlschnur und Eierstab schließt es unten, eine schmale Deckplatte oben ab.
Erst spät (etwa 400 v. u. Z.) entstand aus dem ionischen der prachtentfaltende korinthische Stil. An seinen kelchartigen Kapitellen verdrängen Naturformen den bisher tektonischen Aufbau der Säulen. Die Eckvoluten wachsen aus einem einfachen oder doppelten Kranz von Akanthus hervor, einem stilisierten Blattornament, das vom Naturvorbild des Bärenklaugewächses abgeleitet wurde.
Die Details der Säulen können bei der interaktiven Betrachtung aus allen Perspektiven begutachtet und studiert werden. Der Anwender wird die Möglichkeit haben, unter Hinzuziehung von zusätzlichem Infomaterial, die drei griechischen Säulenordnungen genauestens kennen zu lernen. Die neuen Möglichkeiten der 3D Visualisierung, 3D Architektur und 3D Animation eröffnen Interessierten, Studenten und Wissenschaftlern völlig neue Wege, die damalige Baukunst nachzuvollziehen und zu verstehen.
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